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Wie
wir miteinenander umgehen...
Nicht
zuletzt ist unsere Einstellung zu anderen Kindern und Jugendlichen auf
der Matte wichtig. Wir sind alle Partner und keine Gegner. Wir
trainieren
miteinander und nicht gegeneinander. |
Wie
schön
es doch Julia erklärte: Ich helfe
gerne
anderen Kindern. Wir unterstützen
uns
gegenseitig, weil man zum Lernen Zusammenarbeit braucht. Wir
wetteiefern
niemals und deswegen kann Yunus sagen: Ich
fühle mich ganz wohl in der Gruppe.
Ohne
Wettbewerb üben wir mal als Uke (der Angreifer - er wird
nach
seinem Angriff geworfen oder verhebelt), mal als Nage (der
Verteidiger
- er übt die Technik weil ihm Uke das durch seinen Angriff
ermöglicht).
Und:
Alle
sind OK, wie Marcel meint.
Als
Nage sind wir immer für unseren Partner verantwortlich, besonders
bei den Würfen passen wir auf, dass es zu keinen
Zusammenstoß
kommt.
Timo:
Ich
finde alle sehr nett und ich denke, ich komme mit den anderen klar. Ich
bin mit allem zufrieden.
Was
wir
lernen ist ganz ernst gemeint. Aber im Training vergessen wir nie, dass
uns gegenüber ein Freund oder Kollege steht. Er greift uns ohne
Wut
an und genauso, ohne Wut, wehren wir uns. Pascal erzählt: Man
tut sich nicht weh. Wir scherzen
manchmal,
dass Uke kein "Einweg-Uke" sein sollte, wir wollen ihm kein Schaden
zufügen
und wir wollen mit ihm noch viel üben!
Lucas
hat es auf den Punkt gebracht: Man
meint es nicht so ernst - das heisst, man übt nur - man
kämpft
nicht wirklich.
Wir
üben
eine japanische Kampfkunst, also bemühen wir uns so höflich
wie
Japaner zu sein. Sie verneigen sich um ihre Höflichkeit zu zeigen
- so tun wir es also auch. Wir verneigen uns wenn wir das Dojo
(Übungsraum) oder die Tatami (Matte) betreten und wenn wir
unser Training anfangen oder enden - so sagen wir "Guten Tag" und "Auf
Wiedersehen". Auch wenn wir mit einem Partner eine Übung oder
Technik
machen oder wenn uns der Lehrer hilft - so sagen wir "Bitte" und
"Danke".
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Wir
ziehen saubere weiße Aikidogi (Aikido Anzug) oder
saubere
Sportkleidung an. Wir passen auf, dass unsere Nägel niemals lang
oder
dreckig sind. Unsere Hände oder Füße sind auch nie
dreckig.
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die Füße sauber bleiben kommen wir bis zur Matte in Zori
(japanische Schlappen) oder einfach in Badeschlappen, die stellen wir
am
rand der Matte ab und betreten die Matte barfuß. |
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Vor
dem
Training bauen wir zusammen die Matte auf, nach dem Training ab. Ab und
zu waschen wir sie gemeinsam. Es macht Spaß alles selber auf die
Reihe zu kriegen.
Wir
versuchen
immer pünktlich zu kommen.
Manchmal
klappt es leider nicht. Dann setzt man sich leise auf Tatami,
meditiert
kurz und wartet auf ein Zeichen des Lehrers. Jetzt darf man mitmachen,
wobei man mit der Aufwärmung anfängt.
Wenn
wir schon auf der Matte sind, gehen wir vor dem Ende des Trainings
nicht
weg. Wenn etwas besonderes passiert und wir müssen doch die Matte
verlassen, fragen wir zuerst den Lehrer.